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Sonntag, 18. Februar 2018

Anstand, Respekt und Achtung!

Diese Werte lernen wir als Kinder, sollten, dürften wir zumindest. Und was, wenn diese Werte nicht vermittelt worden sind? Welchen Herausforderungen stehen wir dann gegenüber?


Hier ein Beispiel aus dem Alltag von einer Freundin, die in einer Fernbeziehung lebt, wo auch Kinder da sind, die an Wochenenden zu Besuch kommen. Paare, die eine Fernbeziehung leben, führen, sind auch auf viel Verständnis von den Kindern angewiesen, sicher trifft das auch auf den allgemeinen Alltag von intakten Familien zu. Es wird natürlich viel telefoniert, da ja anders die Beziehung zu pflegen nicht möglich ist. Nun sind da Kinder, die auch die Zeit beim Vater oder der Mutter verbringen, da die Eltern getrennt oder geschieden sind. Nehmen wir mal die Situation, die mir zugetragen wurde. Beispiel: Sie telefonieren gemeinsam, der eine Partner hat sein Kind zu Besuch. Das Kind, 15 Jahre alt, quatscht dazwischen und sucht Aufmerksamkeit, obwohl es sieht, dass telefoniert wird.  Wenn dies ein Kleinkind macht, sind wir aufgefordert, dies dem Kind beizubringen und vorzuleben, dass bei Gesprächen nicht dazwischen gesprochen werden soll. 

Loslassen... ein Zen-Witz...

Außer das Haus brennt, jemand ist verletzt usw. Etwas, das warten kann, darf warten. Der Fluss des Gespräches wird so unterbrochen, die Konzentration wird gemindert. Wenn das Kind schon grösser, sprich im jugendlichen Alter ist, dürfte erhofft werden, dass es dies gelernt hat, sowie bitte und danke zu sagen. Nun gut, das Gespräch ist futsch, die Aufmerksamkeit ist „fremdgelenkt“.  Wir dürfen den Kindern zu verstehen geben, dass dies nicht angenehm ist. Nun zur geschilderten Situation. Der Partner wird von seiner 15 jährigen Tochter im Telefongespräch unterbrochen, für etwas, das warten kann, die Partnerin spricht zu Ende, doch dies wird schon nicht mehr wahrgenommen, da ja das Kind die Aufmerksamkeit erhält, für etwas, das warten kann. Es kommt weder „Papa kannst du mir helfen bitte“ noch ein Danke für die Hilfe.
Wie sollen wir uns da fühlen? Die Frau, die dies erlebt hat, fühlt sich zurückgestellt, da ein Kind scheinbar weder Respekt noch Anstand gelernt hat. Da könnte zum Beispiel der Vater sagen „du, nicht jetzt, du siehst, ich bin am Telefon, das kann warten“, wenn er sieht, es ist keine Dringlichkeit. Wie sonst soll das Kind etwas lernen. Es lernt, ich kann mich dazwischen drängen wie es mir gefällt, es lernt weder bitte und danke zu sagen, noch dass Aufmerksamkeiten nicht einfach so eingefordert werden können. Zu warten und zurückzustehen, dies zu lernen ist nichts Schlechtes, im Gegenteil, wir lernen alle so, Respekt und Achtung den Mitmenschen gegenüber zu haben, sowie vielleicht sogar selber zu versuchen es zu regeln, wenn natürlich ein Kind auch zu einer Selbstständigkeit gefördert wird, wurde. 

Gedankenanstoß... wann sind wir menschen am glücklichsten?

Für eine 15-jährige sollte dies wohl möglich sein, gewisse Dinge zu können, denn auch das Erfolgsgefühl wird gefördert, wie das Selbstbewusstsein, etwas selbst geschafft zu haben, oder zu lernen, sich selbst kurz  zurückzunehmen. Dies alles kann freundlich, liebevoll vermittelt werden. Und wenn noch weder ein Bitte und Danke zu hören ist, verstehe ich die Frau, die die Situation geschildert hat, sehr wohl, dass sie sich unwohl gefühlt hat, da scheinbar ein „gemeinsam“ so nicht möglich ist. Schließlich steht sie auch oft zurück für die Kinder des Partners. Kleine Kinder machen dies einfach so, weil sie es nicht wissen, nicht kennen, deshalb dürfen wir ihnen lernen, Grenzen zu setzen, denn sie sollen
ja auch lernen, ihre Grenzen zu fühlen und ebenso zu setzen, auch uns sogenannt „Erwachsenen“ gegenüber.  Klar ist es immer so, dass, je nachdem wie viel Angst wir haben, dies zu tun und weiter zu vermitteln, die Motivation nicht zu groß ist. Wie viel Verständnis wollen wir einer „Patchworkpartnerschaft“ entgegen bringen?

Lernen wir unseren Kindern, mit der Tür jederzeit ins Haus fallen zu können oder ist nicht Anstand, Respekt und Achtung auch ein Teil von uns, da wir uns wohlfühlen?  Anders ausgedrückt: Wo fängt Anstand,  Respekt und Achtung an und wo hören sie auf? Wie sollen Kinder Wurzeln erhalten, um dann fliegen zu können, wenn ihnen etwas - aus meiner Sicht - sehr wichtiges nicht vermittelt wird?


Zum Schluss noch eine Anmerkung: Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst eh nicht lebendig davon. In diesem Sinne:

Motto: Haben wir den Mut, die Welt mit verschiedenen Brillen zu betrachten und seien wir die Veränderung, die wir uns wünschen. (Heidi Häni) oder Nicht wir sind verrückt, sondern was wir erlebt haben, ist verrückt. 



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