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Samstag, 27. Januar 2018

TRAUMAARBEIT AUS DER SICHT DER PATIENTEN

Wer die Musik der Seele hören kann,  erkennt die Melodie des Lebens... WIEDER!
Wir werden gezeugt, in Liebe, ohne Liebe, per Zufall, nicht geplant usw.. Das Erste, was wir sehen, ist grelles Licht und es ist ziemlich kalt. Ich kann mir vorstellen, aus dem warmen, (hoffentlich) geborgenen Bauch rein ins Getümmel, das kann ganz schön krass sein.

Können wir uns alle wohl nicht wirklich erinnern, doch vorstellen können wir uns dieses
Bild, wir wissen viel über die Schwangerschaft und Geburt. Traumaarbeit beginnt dort, wo die betroffenen Menschen anfangen, sich selbst zu fragen, was soll das alles? 
"Ich kann doch nicht immer wieder in der Psychiatrie sitzen, es muss einen Weg geben, von Schmerzen und Leiden, körperlich wie seelisch, dass es eine Möglichkeit gibt, seine Lebensqualität zu steigern."
Als noch ungeborenes Kind haben wir keinen Plan, was da auf uns zukommt. Am Tag, an dem wir zur Welt kommen, genau da sind wir noch bei uns selbst. (Ich selber glaube schon als kleines heranwachsendes Wesen im Bauch der Mutter.) Jedoch zunächst sind wir  ahnungslos, bedürftig, neugierig, „geschockt“ über die Kälte und das Licht, wir sind angewiesen,  abhängig.

... feiere deine Ecken und Kanten...

Die   Erziehung beginnt - ich   nenne   es   lieber   Begleitung - Wärme   erfahren,   Liebe   und Fürsorge fühlen, seine Grenzen kennen lernen dürfen, Wurzeln geben, um später dann fliegen zu können... doch tja, das Leben spielt dann auf ein Mal eine Melodie, ohne das die Seele diese Musik noch kennt, die Beeinflussung von außen beginnt, ob das förderlich oder nicht förderlich ist, da hat jeder seine eigene Lebensgeschichte.
Traumaarbeit ist eine Therapiemöglichkeit, die uns zu diesen, nennen wir sie Ursachen, unseren heutigen   Verhaltensmustern   heranführen   kann.   
Den   Blick   zurück   in   die Vergangenheit über den Körper herholen, hinhorchen.  Back to the past, mit dem Wissen im Hier und Jetzt in Sicherheit zu sein. 
Eine Möglichkeit, endlich raus zu kommen aus dieser   Spirale,   diesem   Leiden,   diesem   Kampf,   diesen   Verhaltensmustern,   Baustellen.
Doch die Bereitschaft sollte da sein, im Bewusstsein sich darauf einlassen zu wollen. Sich
selbst verstehen lernen, sich kennen lernen wollen, abwerfen der alten Muster, versuchen, nicht nach den Vorgaben zu leben, die es gegeben hat, wie "das tut man nicht, was sagen die Leute, du bist unmöglich, untragbar, du machst dieses und jenes nicht richtig, du kannst das nicht, du bist unfähig, du bist faul, mit dir kann man nirgendwo hin ohne sich zu schämen, unpassend angezogen, wütend sein ist auch nicht ok, du bist Kind, ich erwachsen,   also   sei   nicht   so   respektlos". Familiäre   Tragödien   können   all   dies   noch verstärken und als Kind haben wir doch keine Ahnung wie wir damit umgehen sollen. Wir glauben all das. Ein Kind fühlt sich traurig, ängstlich, wütend, verzweifelt, hilflos. Und liebt seine Eltern trotz alledem. Wenn wir als junger Mensch ins Leben hinausgehen,  kann es sein, dass   Partner   gewählt   werden,   die   dem   einen   Elternteil   entsprechen. Das "Re-traumatisieren" ist dann der Inhalt. Jedoch hat dies den Vorteil für uns, dass wir wissen, wie wir uns verhalten, da wir ja nichts anderes kennengelernt haben. Die Muster werden weiter gelebt und das Leiden nimmt konstant zu.

... wann sind wir Menschen am glücklichsten?...

Wenn der Tag kommt, an dem wir erwachen, uns in die Traumatherapie begeben, wird dies EINIGES   über   den   Haufen   werfen.   Wir   gehen   nochmals   an   den   Ursprungsort   des Geschehens, des Erlebten zurück.  Zum Beispiel dürfen wir erneut als Erwachsener, mittels Körper - und Gefühlssensationen, die Vergangenheit erleben. Körperliche Kraft, Mut, Willen, es zu wollen, viel Ruhe und Möglichkeiten zum Sortieren,  lernen, für sich gut zu   sorgen   und   angemessen   begleitet  zu werden   von   Therapeuten,   Menschen,  sollten unbedingt eingehalten werden. 
Traumatherapie hat aus meiner Erfahrung 2 Komponenten, zum Einen die Verwirrung, der Schmerz, zusätzlich kann sich ein Fundament bilden, um verstehen zu lernen, mit Körper, Geist und Seele, was damals geschehen ist. Wir können uns selber verstehen lernen und das Leben, das wir führten und führen wollen, das ist wohltuend. Dieser Teil hilft uns aus dem Schmerz zu kommen.  Was wichtig wäre ist, wenn die Möglichkeit bestünde, die Wahrheit auch kennen zu lernen, da das Gedächtnis diese Erinnerung nicht mehr ganz zeigen kann, doch unser Körper, unsere Zellen, sie haben alles gespeichert, alles.


... nicht wir sind verrückt, sondern...

Vielleicht besteht bei Verlust der Erinnerung die Möglichkeit, Aufklärungsarbeit zu tun,
Menschen zu fragen, die dabei waren, mit Beteiligten zu sprechen. Wenn nicht, ist es
wichtig, nicht an sich und dem Erlebten zu zweifeln. In der Traumaarbeit erhält der
Patient die Möglichkeit, neue Wege zu lernen, das Erlebte zu verarbeiten.
Vergessen können wir nichts, denn wir haben dies erlebt, doch Verzeihen, sich selbst und den Anderen, ist aus meiner Sicht möglich.
Und   vielleicht   kommt   der   Tag,   an   dem   wir   uns   bewusst   werden - ich   nehme   das Traumabeispiel der Kindheit - dass wir uns erinnern können, dass auch Sie Momente hatten, an denen wir uns mit ihnen glücklich gefühlt haben, oder was sie uns gelernt haben, was für uns heute wichtig ist. Vielleicht könnten wir uns sogar vorstellen, wie sie gewesen wären ohne ihre eigene Geschichte, die sie mitgebracht haben und nicht anders konnten, als im Rahmen ihrer Möglichkeiten.  So  könnten   wir  lernen, die  Situation  zu  verstehen,  natürlich   nicht  das Verhalten.


Zum Schluss noch eine Anmerkung: Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst eh nicht lebendig davon. In diesem Sinne:

Motto: Haben wir den Mut, die Welt mit verschiedenen Brillen zu betrachten und seien wir die Veränderung, die wir uns wünschen. (Heidi Häni) oder Nicht wir sind verrückt, sondern was wir erlebt haben, ist verrückt. 



(... wer von uns ist nicht wirklich verrückt?... )
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