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Sonntag, 17. Juni 2018

Gefühle verstehen lernen

Viele von uns haben ein schwieriges Verhältnis zu den Gefühlen. Am liebsten würden wir nur sich angenehm anfühlende Gefühle spüren wollen. Den Rest versuchen wir so gut wie möglich zu vermeiden.



Warum gestaltet sich das so schwierig?
Während der Kindheit versuchen die Eltern - aus ihrer Sicht - dem Kind zu vermitteln, was "gut" und was "schlecht" ist. Tränen, so wird uns beigebracht, sind unerwünscht und offenbaren eine Form von Schwäche, die in der Gesellschaft unerwünscht ist. Ein weiterer Irrglaube ist, dass, wenn wir Gefühle zeigen, wir uns angreifbar und verletzlich machen.
Doch das Gegenteil ist der Fall. Einerseits verbieten wir uns unsere Lebendigkeit, denn Gefühle machen das Leben erst lebenswert, und andererseits holen wir uns mit dieser Haltung das Leiden selbst ins Haus.


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Das klingt vielleicht paradox, doch es ist einfach zu erklären.
Da wir uns darauf konzentrieren, nicht verletzt zu werden, lenken wir die Aufmerksamkeit genau auf das, was wir nicht wollen und ernten fortlaufend Verletzungen.
Wir haben also unsere Gefühle so lange unterdrückt, bis das Unterbewusstsein die Gefühlswelt übernommen hat und wir mit dem Fühlen aufgehört haben. 
Unser Ziel sollte sein, die Gefühle erneut auf der bewussten Ebene wahrzunehmen und so an Selbstbewusstsein zuzunehmen.



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Donnerstag, 14. Juni 2018

Wenn wir unfähig sind...

zu zeigen, was wir fühlen, so brauchen wir uns auch nicht wundern, wenn wir uns nahe stehende Menschen verlieren.



Das Gefühl ist wie eine Fessel. Es möchte erlebt und erfahren werden. Wir alle kommen mit dem Reichtum der Gefühle auf die Erde. Doch im Laufe unserer Kindheit können Gefühle auch "wie eine Blume verwelken, die nicht gegossen wird". Stellen wir uns vor - und das erleben doch mehr Menschen als manche vermuten - wir wachsen mit Eltern auf, die selbst mit den Gefühlen auf dem Kriegsfuß stehen. Auch sie haben im Laufe ihres Lebens Gefühle verwelken lassen, weil sie eben auch in einer lieblosen Welt aufgewachsen sind.
Wie kann es also zum "Verwelken" kommen?
Wir lernen von unseren Vorbildern, zu denen insbesondere auch die Eltern gehören, wie sie den Umgang mit Gefühlen pflegen. Als Kind gehen wir erst mal unbeschwert damit um, bis wir - der Prozess läuft schleichend - negative Erfahrungen machen. Wir möchten die Mutter umarmen und bekommen als Feedback: "Was willst du, dass du mich nun umarmen möchtest?"

Marshmello & Anne Marie – Friends Lyrics deutsch

So wird sogleich eine Umarmung mit einer Bedingung verknüpft. Liebe wird an eine Bedingung geknüpft. Und da diese zarte Blume namens Liebe immer weniger gegossen wird, verwelkt sie, bis dieses Gefühl "vergessen" ist.
Wir haben nun Probleme mit emotionaler Nähe, d.h. wir sind unfähig, zu zeigen, was wir fühlen. Welchen Typ Mensch werden wir nun wohl in unser Leben ziehen? 
Partner und Partnerinnen, die selbst ihre liebe Müh und Not haben, emotionale Nähe zuzulassen.
Solche Beziehungen sind zum Scheitern verurteilt. Denn wir alle sehnen uns nach Liebe. Die spannende Frage ist: Kann es uns gelingen, diese verdörrte Pflanze wieder zum Leben zu erwecken? Wir denken "JA", doch der Weg ist mühsam, denn selbst wenn wir wollten, können wir nun nicht einfach so Gefühle zulassen, die wir uns selbst "verboten" haben, da sie gekoppelt sind mit "Ängsten". Der Weg führt somit natürlich über "Angstbewältigung", und das ist wirklich nicht einfach, aber machbar.



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Mittwoch, 13. Juni 2018

Wenn wir alleine...

unglücklich sind, werden wir es auch in einer Beziehung sein. Warum ist das so?


Im Prinzip liegt die Antwort auf der Hand. Doch der Reihe nach.
Wir lernen - wie im gestrigen Beitrag bereits angeschnitten - dass äußere Umstände sowie Menschen dafür verantwortlich gemacht werden, wie wir uns fühlen. Dann fällt mal schnell ein Satz wie: "Du - das Kind - ist schuld, dass wir - Eltern - unglücklich sind. So machen wir uns allerdings emotional erpressbar, da wir auf dieser Schiene in einem Abhängigkeitsverhältnis stehen.
Als Kinder können wir uns nicht dagegen "wehren", denn wir übernehmen ungeprüft dieses Glaubensmuster und so machen wir auch gerne unseren Partner / unsere Partnerin dafür verantwortlich, wie wir uns fühlen. Dann ist der Stress bereits vorprogrammiert.

Liebesgeständnis, lasst euch im Herzen berühren...

Wenn wir allerdings auf uns selbst schauen, die Projektion also herausnehmen, was wir i.d. Regel mit zunehmendem Alter erlernen, dann stellen wir fest, dass wir im Herzen unglücklich sind. Gerne könnten wir auch schreiben, wir lieben uns selbst nicht.
Interessant in dem Zusammenhang ist, dass wir sogar behaupten könnten, dass die Eltern auch unglücklich sind. Dieser Punkt ist wichtig für die Versöhnung mit diesen Menschen, was uns selbst Erleichterung bereitet.
Leben und lieben wir zuerst unser eigenes Leben, dann erst können wir auch unseren Partner / die Partnerin lieben und diese Gefühle mit diesem Menschen teilen.



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Dienstag, 12. Juni 2018

Wir leben das Leben unserer Eltern weiter...

Es ist allemal besser... dass wir nicht gemocht werden, weil wir so sind wie wir sind, anstatt gemocht zu werden, da wir nicht so sind, wie wir nun einmal sind.


Eine jede Beziehung baut mit diesen Steinen ein solides Fundament. Warum ist es dann so schwierig, eine tiefe Liebesbeziehung führen zu können?
Im Laufe unserer Kindheit wird der Grundstein für die Art der Beziehung gelegt, die wir in Zukunft leben, erfahren möchten. Vorbilder wie bspw. unsere Eltern prägen unser Bild von einer Beziehung. Sind wir zum Schluss gekommen, nachdem wir unsere Vorbilder gut beobachtet haben, dass die Beziehung eine "Zweckgemeinschaft" ist, dann werden wir diesen Pfad fortsetzen.
Mit Liebe hat das nichts zu tun. Wir werden gemocht, da wir nicht so sind, wie wir nun einmal sind. Wir spielen praktisch ein Bühnenstück, das uns sehr wohl vertraut ist. Und dennoch spüren wir, dass wir unglücklich sind.

AJR - sober up - Lyrics deutsch

Es ist ein langer Weg von der Zweckgemeinschaft zu einer tiefen Liebesbeziehung zu kommen, währenddessen wir uns immer bewusster werden dürfen, wer wir wirklich sind... wer wir wirklich sein wollen. Da wir den Menschen etwas vorgespielt haben, ist es nicht verwunderlich, dass nun alte Bekannte das Feld räumen, weil wir nun nicht mehr gemocht werden, da wir nun so sind wie wir sind. 
Sehen wir es positiv, denn nun ist endlich der Raum geschaffen, um neue Menschen in unser Leben einzuladen. Menschen, die uns mögen, und vielleicht treffen wir nun auch endlich auf den Menschen, mit dem wir bis ans Ende unserer Tage gemeinsam beschreiten möchten.



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Montag, 11. Juni 2018

Zufriedenheit mit uns selbst...

erlangen wir, wenn wir uns von den Meinungen unserer Mitmenschen unabhängig machen. Doch wie erreichen wir das?


Während der Kindheit erlernen wir in der Regel alles andere als das. Wir sind von der Meinung anderer Menschen abhängig. Das lernen wir, wenn die Eltern genau dieses Muster fahren.
Ein Beispiel: Ein Kind kommt in die Pubertät und sein Körperbau beginnt sich zu verändern. Diese Zeit ist eh schon sehr heikel und oftmals steht es um unser Selbstbewusstsein nicht gut. Dann trifft eine scheinbar lapidar herausposaunte Meinung um so mehr: "Du bekommst ja Brüste!" Der junge Erwachsene ist zutiefst verunsichert, da er sich von der Meinung der Mutter zutiefst verletzt fühlt.

Liebesgeständnis... lasst euch im Herzen berühren...

Diese Kränkung war nicht die erste, und so läuft der Jugendliche mit der Sendefrequenz "Kränkung - bitte kränke mich" durchs Leben. Er findet v.a. Partnerinnen, die ihn kränken. Durchleuchten wir das, dann können wir erkennen, dass uns die Kränkung immer und wieder begegnet, da wir unbewusst die alten Verletzungen, die uns die Eltern beigebracht haben (in dem Fall die Mutter) in der Gegenwart mit fremden Statisten auf der Bühne lösen wollen.
Dieses Spiel wiederholt sich so oft, bis wir gelernt haben, wie wir uns nicht mehr kränken lassen. 
Ein Glaubenssatz kann helfen: Gedanken erzeugen Gefühle! Überprüfen wir diese, dann können wir erkennen, dass wir an dieser Stelle die Wiederholung von der Wiederholung erleben. Wir glauben, wir sind wenig wert, da uns die Kränkung so treffen kann. Der Umkehrschluss lautet: Je größer das Selbstbewusstsein, desto weniger kann uns die Kränkung treffen, denn wir machen uns zunehmend unabhängig von der Meinung unseres Gegenübers. 

Habt ihr schon einmal Musik gehört und sie weckte eine beinahe verblasste Erinnerung, sodass ihr in Tränen ausgebrochen seid. Der Körper speichert alle Gefühle und sie sind jederzeit abrufbar, wenn wir selbst sie zu erleben bereit sind.



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Sonntag, 10. Juni 2018

Wir sind genau...

so, wie wir es von unseren Mitmenschen denken? Ist das wirklich wahr? Und wie können wir dieses Wissen für unsere persönliche Weiterentwicklung nutzen?


Als Kinder lernen wir, dass andere Menschen und Lebensumstände für unsere Gefühlswelt verantwortlich sind. Wir sprechen sogar von Schuld: "Du bist schuld, dass ich nun traurig bin." Solche Sätze hauen Eltern - sie wissen es nicht besser - ihren Kindern gerne um die Ohren, um sie gehorsam zu machen.
Während einer schweren Lebenskrise ist es oftmals so, dass wir beginnen, den Sinn unseres Daseins zu hinterfragen. Dabei kommt auch die Schuldfrage auf den Tisch.
Wir erkennen, dass unsere Gefühlswelt von der Beschaffenheit unserer Gedanken abhängig ist. Nehmen wir einmal an, wir erhalten (fälschlicherweise) eine schlechte Nachricht. Wie werden wir sie aufnehmen? Wenn wir ihr glauben, dann werden wir uns unwohl fühlen, weil wir in Resonanz mit der Botschaft gehen.

Justin Timberlake - say something - Lyrics deutsch

Ebenso wäre es möglich, dass diese Message uns nicht aus unserer Mitte bringt; weil wir eben nicht daran glauben.
So weit so gut. Doch wie ist zu erklären, dass wir genau so sind, wie wir es von unseren Mitmenschen denken?
Beispiel: Wir selbst sind gerne tollpatschig unterwegs. Wir glauben also von uns selbst, dass wir tollpatschig sind. Urteilen wir nun über unsere Mitmenschen, sie seien tollpatschig, dann dienen diese Personen uns als Spiegelbild. Wir beobachten uns selbst, auch wenn wir nicht in unserer Gestalt uns gegenüberstehen, sondern ein Stellvertreter für uns.
Wir können nur erkennen, was wir in uns selbst tragen.
Diese Erkenntnis hilft uns, uns selbst besser kennenzulernen. Nutzen wir sie, um weiterhin an unserer Persönlichkeit zu schrauben.



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Donnerstag, 7. Juni 2018

Warum Grenzen setzen...

ein Akt der Selbstliebe bedeutet und wie wir das erlernen können.


Der Klassiker. Da werden wir gebeten, ob wir beim Umzug helfen können. Wenn wir nun in uns hineinfühlen, dann spüren wir einen Widerstand in uns. Das bedeutet: Nein, wir möchten nicht helfen. Würden wir uns selbst lieben und respektieren, dann würden wir diesen Kurs einschlagen, ohne ein schlechtes Gewissen zu kassieren.
Wir treten selbstbewusst auf, wenn wir uns von solchen Sätzen wie "du bist egoistisch" bis "ich helfe dir dann zukünftig auch nicht mehr, nicht aus dem Konzept bringen lassen.

... Liebesgeständnis, lasst euch im Herzen berühren...

Wenn wir allerdings nicht gelernt haben, auch "NEIN" sagen zu dürfen, und unser Selbstwertgefühl nicht von der Reaktion unserer Gegenüber abhängig ist, dann werden wir diese Hürde auf dem Pfad "Grenzen setzen" nicht nehmen können.
Also ist es ratsam, bei kleineren Anliegen das "NEIN" zu üben und zu erfahren, dass die in uns aufsteigenden Gefühle uns nicht "umbringen". Unsere Angst ist also unbegründet.
By the way, es handeln die Menschen egoistisch, die mittels emotionaler Erpressung versuchen, ihre Interessen durchzusetzen.


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Viele von uns haben ein schwieriges Verhältnis zu den Gefühlen. Am liebsten würden wir nur sich angenehm anfühlende Gefühle spüren wollen. ...